Leuchtstofflampen
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Funktionsprinzip einer Leuchtstofflampe
Leuchtstofflampen funktionieren nach dem Prinzip der Niederdruck-Gasentladung. Bei Niederdruck-Gasentladungslampen wird das Glasrohr mit einem Edelgas mit niedrigem Druck und einer geringen Menge Quecksilber gefüllt. Die Glaswand ist mit einem Leuchtstoff beschichtet. Im Gehäuse befinden sich zwei Elektroden, zwischen denen ein elektrisches Feld entsteht und eine Gasentladung stattfindet. Durch die Entladung sendet der Quecksilberdampf UV-Strahlen aus. Sobald die UV-Strahlung auf den Leuchtstoff trifft, emittiert dieser sichtbares Licht. Durch eine geeignete Leuchtstoffmischung kann die dabei entstehende Lichtfarbe variiert werden. So ist es möglich, Leuchtstofflampen für die unterschiedlichsten Anwendungsbereiche zu konzipieren.
Vorteile der Niederdruck-Gasentladung
- Flackerfreier Sofortstart im EVG-Betrieb
- Hohe Effizienz und Wirtschaftlichkeit
Die Lichtausbeute der Leuchtstofflampen
Leuchtstofflampen bieten eine hohe Lichtausbeute und sind auf maximale Wirtschaftlichkeit ausgelegt. Sie liefern höchsten Lichtstrom pro Lampenleistung (Lumen pro Watt). Die High Efficiency-Produkte bieten eine Lichtausbeute von über 100 Lumen pro Watt. Dank einer Lebensdauer von bis zu 20'000 Stunden bieten diese Lampen eine hervorragende Wirtschaftlichkeit.
Die Lichtfarbe von Leuchtstofflampen
Je nach Wunsch und Budget bieten die Leuchtstofflampen verschiedene Lichttemperaturen und Lichtqualitäten an. Die Lichttemperatur bestimmt die Lichtstimmung – kaltes oder warmes Licht. Als Messgrösse wird die Temperatur in Grad Kelvin verwendet.
| Lichtfarbe | Farbtemperatur | Wirkung |
| Daylight | > 5000 Kelvin | Kaltes, tageslichtähnliches Licht |
| Cool White | 3300 - 5000 Kelvin | Frisches Licht für Arbeitsräume |
| Warm White | < 3300 Kelvin | Warmes Licht |
Die Lichtqualität beschreibt, wie gut Farben im Licht einer bestimmt Lichtquelle zu erkennen sind. Diese Eigenschaft wird mit dem Farbwiedergabeindex (Ra) beschrieben. Je höher der Ra-Wert einer Lichtquelle ist, desto besser die Farberkennung. Der maximale Wert beträgt gemäss Definition 100.
Leuchtstofflampen werden in allen verschiedenen Lichtfarben angeboten. Die wirtschaftlichste Beleuchtung wird mit 3-Banden-Lampen erreicht. Die Farbwiedergabe, die hier erreicht wird, fällt in den Wiedergabebereich Ra80. Sie sind damit ideal einsetzbar für die meisten Anwendungsbereiche, wie beispielsweise Bürobeleuchtung, Shop-, Restaurant,- Wohnzimmer- oder Outdoor-Beleuchtung. An Orten, an denen Farbwiedergabe ein sehr wichtiger Faktor ist, etwa in Museen, Labors oder im grafischen Gewerbe, müssen Vielbanden-Lampen Ra>90) gewählt werden.
Die Cold Spot Technologie – Kondensationspunkt in der Entladungsröhre
Eine hohe Lichtausbeute – das Verhältnis zwischen Lichtstrom und Leistungsaufnahme – ist bei Leuchtstoff- und Kompaktleuchtstofflampen erreicht, wenn ein optimaler Quecksilberdampfdruck in der Entladungsröhre herrscht. Ob das der Fall ist, hängt von der Temperatur an der inneren Rohrwand ab und wird durch das Verdampfen von Quecksilber und seiner Kondensation am Cold spot (kalte Zone) der Entladungsröhre geregelt. Die kalte Zone ist der Bereich mit der niedrigsten Temperatur an der Rohrwand. Hier kondensiert das überschüssige Quecksilber. Die Temperatur an der kalten Zone definiert die Höhe des Quecksilberdampfdrucks und hat daher einen entscheidenden Einfluss auf den Lichtstrom. Leuchtstofflampen sollten immer so konzipiert und produziert werden, dass sich die kalte Zone bei 100 % Lichtstrom auf 45 ° bis 50 ° Celsius erwärmt. Das Maximum der Erwärmung sollte bei 100 ° Celsius liegen. Bei dieser maximal zulässigen Temperatur am Cold Spot ist mit einer Reduzierung von bis zu 60 % des maximalen Lichtstroms zu rechnen.
Bei Amalgamlampen wird der Quecksilberdruck – und damit der Lichtstrom – durch die Zusammensetzung des Amalgams und die Temperatur im Entladungsgefäß gesteuert. Die optimale Amalgamtemperatur für T5 HO CONSTANT-Lampen im Entladungsgefäß beträgt 50° bis 120° Celsius. Dies stimmt überein mit einem Umgebungstemperaturbereich von 5° bis 70° Celsius bei 90 % des maximalen Lichtstroms. Kompaktleuchtstofflampen mit Stecksockel erreichen ihren optimalen Amalgamdampfdruck im Temperaturbereich von 85° bis 115° Celsius. Auch hier werden 90 % des Lichtstroms in einem Umgebungstemperaturbereich von 5° Celsius bis zu 70° Celsius erreicht.
